Festtagsbutter

Erkenntnisse des gestrigen Tages: Kreise ausschneiden kann ich einfach nicht, Chaos in fünf Minuten generieren und dafür dann zwei Stunden aufräumen müssen um so besser, die Lichtverhältnisse im Dezember ändern sich schneller als das Wetter im April und einfach jeder braucht eine liebe Nachbarin, die dir schon am frühen morgen sagt, dass du ohne Make-up ja richtig hübsch aussiehst. Ehrlich wahr!

Aber zurück zu den Kreisen. Wir sind hier gerade kräftigst in den Weihnachtsgeschenkevorbereitungen, haben die halbe Woche in der Küche herumgewerkelt, weil wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben, endlich mal wieder etwas Selbstgemachtes zu verschenken und uns für die gute alte Mandelbutter entschieden. Vor ein paar Jahren haben wir selbst schon mal eine von Freunden bekommen und fanden das ein richtig tolles Geschenk. Zumal sie im Laden nicht gerade zu den günstigen Artikeln zählt. Das passende Freebie gibt es natürlich auch.

Was Mandelbutter alles kann? Sie schmeckt köstlich als Brotbelag, macht sich besonders gut im morgendlichen Müsli, passt gut zu Eis oder Pfannkuchen aber auch zu Käse, eignet sich als Saucengrundlage, kann als Ersatz für Butter und Öl verwendet werden und und und …

Was du dafür brauchst?

  • vier kleine luftdichtverschließbare steriliserte Gläschen (ca. 150 ml)
  • 600g ungeschälte Mandeln (weniger als 400g wird bei den meisten Geräten schwierig)
  • optional zum Verfeinern: Kokosraspel, Vanille, Zimt, Honig, Meersalz
  • einen Hochleistungs-Mixer

So geht´s:

Zunächst breitest du die Mandeln auf einem mit Backpapier belegten Blech aus und röstest diese bei ca. 120 Grad für etwa 15 Minuten im Backofen auf mittlerer Schiene. Alternativ kannst du die Mandeln auch in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze ein wenig anrösten (Schwenken nicht vergessen).

Durch das Rösten kann das Öl schneller austreten und die Mandeln lassen sich im Anschluss leichter mixen. Vor allem schmecken sie aber wohl noch aromatischer. Nachdem wir keine Variante ohne vorheriges Rösten getestet haben, gibt es dazu keinen Vergleich, aber diese hier schmeckt auf jeden Fall richtig gut. 🙂

Anschließend gibst du die Mandeln in einen Mixer und zerkleinerst sie bei höchster Stufe zu Mehl. Wichtig: Ein Handmixer ist hierfür nicht geeignet. Das würde zum einen zu lange dauern und das Gerät könnte möglicherweise überhitzen.

Jetzt kannst du optional noch etwas zum Verfeinern hinzugeben. Das Mandelmehl wird nun bei einer niedrigeren Stufe weitere 15 bis 20 Minuten im Mixer gerührt. Nach einer gewissen Zeit tritt das Öl aus und es entsteht eine cremige Konsistenz. Je nach Gerät kann das unterschiedlich lang dauern.

Die fertige Mandelbutter füllst du nun in die zuvor steriliserten Gläschen ab und verschließt diese luftdicht.

Wenn sich später beim Öffnen Öl auf der Mandelbutter abgesetzt hat, kannst du dieses einfach wieder mit unterrühren. Mandelbutter ist mitunter sehr lange haltbar (bis zu 6 Monaten). Das geöffnete Glas bewahrst du am besten im Kühlschrank auf.

Damit unsere Mandelbutter auch verschenktauglich wird, habe ich dir ein Freebie vorbereitet.

Die verschiedenen Etiketten gibt es hier zum Download.

 

Und um das alles optisch noch zu vervollständigen, habe ich folgende Dinge verwendet:

  • ein kleines Stück Seidenpapier (ca. 10×10 cm)
    alternativ eignet sich auch Butterbrotpapier ein dünneres Packpapier
  • Bäckergarn (hier festlich in Weiß-Gold)
  • einen Stempel „With love“ in Gold
  • kleine Glöckchen

Material:

  • Schere
  • Kleberoller

Dein ausgeschnittenes Etikett kannst du ganz einfach mit einem Kleberoller fixieren. Das Papier zerknitterst du zuerst etwas und befestigst es dann mit dem Garn am Deckel. Ich habe es anschließend noch ein bisschen mit der Schere nachgeschnitten. Jetzt kannst du die fertige Verpackung noch bestempeln und verzieren.

Übrigens kaufe ich ganz selten gezielt Dekomaterial ein. Meistens schaue ich einfach, was ich gerade zuhause habe und kombiniere dann etwas daraus. Das können auch die einfachsten Dinge sein und manchmal kommen gerade die coolsten Ideen, wenn man quasi gar nichts zur Verfügung hat. Die erfinderische Not und so.

Habt ihr Anmerkungen und Fragen dazu? dann schreibt mir gerne etwas in die Kommentare.

Ganz viel Spaß beim Nachzaubern. 🙂

1 Comment

  1. Nora Dezember 15, 2017

    So eine tolle Idee! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen beim Anblick der Fotos. Muss ich unbedingt mal ausprobieren…

    Antworten

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