Slow blogging – Vom Schreiben und nicht Schreiben

Makramee Bild

Manchmal fängst du an einen Text zu schreiben und dann fügt sich plötzlich alles gedanklich zusammen. Bis gerade eben kannte ich den Begriff „Slow blogging“ gar nicht, aber es trifft im Grunde ziemlich gut, was ich mit meiner Art des Bloggens hier mache.

In der letzten Zeit war es sehr still hier. Egal ob das jetzt an unserem Jahrhundertsommer lag oder nicht – zum Schreiben und Blogbeiträge aufbereiten komme ich auch momentan nicht wirklich. Tatsächlich gibt es ganz schön viele Dinge, über die ich schreiben könnte, Bilder, die ich noch zeigen möchte, Themen, die mich beschäftigen, Projekte, die bereits abgeschlossen sind oder demnächst noch anstehen.

Was wirklich wichtig ist

An manchen Tagen denke ich mir dann: Jetzt müsstest du aber mal endlich was schreiben und veröffentlichen. Im gleichen Moment sage ich mir aber auch wieder: Ich muss tatsächlich gar nichts und frage mich, warum wir uns selbst alle immer so unter Druck setzen.

Am Ende soll doch alles entspannt sein und Spaß machen. Also passt  das „Slow blogging“ ganz gut. Etwas langsam(er) zu konsumieren oder zu machen, heißt ja genaugenommen, dass du etwas bewusster und entspannter machst. Mehr Qualität statt Quantität. Das gilt letztenendes für alle Tätigkeiten, vor die man ein „slow“ setzt, nicht wahr?

Und so ist es dann: einfach gut, wie es ist

Denn: es geht hier nicht um Reichweite. Es geht auch nicht um Erfolg oder Kooperationen und Monetarisierung. Es geht nicht darum, die besten Tipps zu etwas zu geben oder diese Saison am schnellsten mit Weihnachtsdekoideen zu sein. Es geht nicht ums Mithalten oder gar Konkurrieren. Es geht auch nicht darum, auf möglichst allen Kanälen immer gleichermaßen Gesicht zu zeigen. Es ist mir persönlich nicht wichtig besser mobil optimiert zu sein, weil die Leser zum größten Teil mit ihrem Smartphone unterwegs sind und alles schneller konsumiert werden kann.

Aber: Es ist natürlich schön, wenn du Menschen mit etwas erreichen kannst, das sie bewegt und inspiriert. Austausch ist genauso schön und wichtig. Wenn sich jemand hier aufgehoben fühlt und am Ende gerne wieder kommt – dann ist das für mich Grund genug, hier ab und zu zu schreiben.

Wenn hier wochenlang nichts passiert, dann ist das einfach mal so

Und das ist auch der Grund, warum es hier vermutlich nie regelmäßig zweimal oder öfter die Woche neue Blogbeiträge geben wird (außer es ergibt sich so, weil es gerade passt). Einfach weil ich es nicht muss, sondern kann.

Deshalb gibt es heute – ganz anders als sonst – mal nur genau ein Bild. Nämlich davon, was mir gerade ziemlich viel Freude bereitet und was ich neben dem ganzen Alltagswahnsinn zwischendurch immer mal wieder mache, wenn noch ein kleines bisschen Zeit am Tag übrig bleibt. Ich habe sozusagen das Knoten für mich entdeckt und davon wird es sicher noch eine ganze Menge mehr hier auf dem Blog geben.

Vielleicht gibt es in Zukunft auch einfach zwischendurch mal kürzere Beiträge. Also weniger Bilder und (noch) weniger Text. Wer weiß. Oder mehr Gedanken. Wir werden es sehen.

In jedem Fall bleibt es entspannt.

Von Herzen
Claudia

 

2 Comments

  1. Ludmilla September 24, 2018

    Oh vom Slow blogging könnte ich mir eine Scheibe abschneiden. Ich habe in letzter Zeit auch viel zu selten gebloggt, aber anstelle es einfach so zu akzeptieren, mach ich mich die ganze Zeit verrückt und habe das Gefühl es jemanden Recht machen zu müssen.
    Toller Text liebe Claudia

    Antworten
  2. TINA November 15, 2018

    Liebe Claudia,
    du sprichst mir aus der Seele. Auch ich hatte das schon mal in meinem Blog (der sowas von still ist ) erwähnt, dass ich mir den Druck nehmen möchte immer liefern zu müssen.(ich meine meinen Druck, den ich mir nur selber mache).
    Dann kam Insta und das war die Plattform, die mir angenehmer war.
    Wir sind ja keinem verpflichtet .. keine Kooperationen zu haben, hat ja auch Vorteile.
    Weiterhin viel Zeit für das, was dir Freude macht.
    LGTina

    Antworten

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